Selbstmanagement-Ressourcen

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten um die psychische Gesundheit zu stärken.

Hier lernen Sie, wie Sie sich selbst helfen und mit einer Depression umgehen können.

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Was kann man als Lehrer tun?

Was kann man als Lehrer tun?

Abhängig davon um was für einen Jugendlichen es sich handelt, ist es möglich, dass ein Lehrer eine vermeintliche Erkrankung erkennt und im Folgenden den Zugang zu professioneller Hilfe erleichtern kann. Ist der Lehrer der erste Ansprechpartner, noch bevor der Hausarzt aufgesucht wurde, sollte er die derzeitige Situation des Jugendlichen gründlich explorieren und sich einen Eindruck von der Symptomatik verschaffen. Wenn nötig, sollte auch die Familie darüber informiert und ein Besuch beim Hausarzt vorgeschlagen werden. Vielleicht möchte der Jugendliche aber auch lieber direkt einen Spezialisten, also einen Psychiater für Kinder oder Erwachsene aufsuchen. Wenn man eine betroffene Person dazu ermutigt, eine klinische Diagnose einzuholen, ist damit der erste Schritt in Richtung professioneller Hilfe und Versorgung getan.

Es gehört weder zu den Aufgaben, noch zu den Verantwortlichkeiten eines Lehrers, eine Behandlung anzubieten. Nichstdestotrotz kann er eine wichtige Rolle dabei spielen herauszufinden, ob ein Jugendlicher professioneller Hilfe bedarf und davon profitieren könnte. Die Unterstützung, die Lehrer und Schulpsychologen bieten können, ist von äußerster Wichtigkeit: für den Jugendlichen ist eine vertraute Person, der er sich anvertrauen kann von unschätzbarem Wert.

Depression erkennen

Ein Lehrer hat eine einzigartige Verbindung zu seinen Schülern und kann die derzeitige Situation eines Schülers durch ein paar einfache Nachfragen explorieren. Er könnte z.B. erfragen, ob der Schüler sich traurig fühlt, wie intensive dieses Gefühl ist und wie lange es schon andauert. Dabei ist es wichtig aufmerksam zuzuhören.

Eine interessierte Person die einer depressiven Person aufmerksam zuhört und sensibel ist, für verbale und nicht-verbale Hinweise, kann drei verschiedene Problembereiche ausmachen:

  • Psychologische Symptome – Denken, Fühlen und Motivation sind betroffen.
  • Physische Symptome – wie z.B. Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Rückenschmerzen. Manchmal zeigt sich eine Depression nur durch körperliche Symptome.
  • Symptome auf der Verhaltensebene- diese resultieren meist aus der Interaktion von körperlichen und psychologischen Symptomen.

Manchmal ist es einfacher diese Veränderungen als Beobachter zu bemerken:

Wenn man die Vermutung hat, dass jemand depressive sein könnte, sollte man sich in Erinnerung rufen, wie diese Person sich vor sechs Monaten üblicherweise verhalten hat. Wie hat sie sich anderen gegenüber verhalten? Das könnte dabei helfen, mögliche Veränderungen zu erkennen. Allerdings versuchen einige Betroffene hartnäckig, ihre Symptome zu verstecken, weil sie sich schämen oder das Gefühl haben, dass sie anders sind als andere Menschen in ihrem Alter.

Psychologische Symptome

  • Gefühl von Hoffnungslosigkeit
  • Sinnverlust
  • Interessenverlust
  • Konzentrations- und Aufmerksamkeitsschwierigkeiten
  • Reduziertes Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen
  • Gefühle von Schuld- und Wertlosigkeit
  • Unfähigkeit emotional zu reagieren
  • Eine negative und pessimistische Zukunftsperspektive
  • Suizidale Gedanken

Physische Symptome

  • Gewichts- und Appetitverlust (oder das Gegenteil)
  • Schlafstörungen, Probleme morgens aufzustehen
  • Druck- und Engegefühle im Hals und in der Brust
  • Starkes Schwitzen und Herzrasen
  • Chronische Schmerzen, vergleichbar mit rheumatischen Erkrankungen
  • Verlust des sexuellen Verlangens
  • Antriebslosigkeit und schnelle Erschöpfung

Symptome auf der Verhaltensebene

  • Rückzug vom sozialen Leben
  • Unruhe verspüren
  • Veränderte Sprache und Körpersprache
  • Motivationsschwierigkeiten und Apathie
  • Selbstverletzendes Verhalten

Einige der Anzeichen und Verhaltensänderungen können normalen Leiden und Leiden sehr ähnlich sein. Es ist daher wichtig, zwischen Depression und Stress oder normalem Leiden wie Trauer zu unterscheiden. Einige Aspekte können helfen, die aktuelle Situation zu beurteilen (siehe Bild).

Wenn Sie überprüfen möchten, ob ein junger Mensch, den Sie kennen, unter Depressionen leidet, können Sie dies einfach durch ein Screening testen. Es gibt einen kurzen Selbsttest in der Box "Selbstmanagement-Ressourcen" am oberen Rand des Bildschirms, den Sie für die Person ausfüllen können.

Überweisung in medizinische Versorgung

Wenn man glaubt eine depressive Erkrankung erkannt zu haben, kann man sich Hilfe und Rat vom Schulpsychologen holen, wenn ein solcher vor Ort ist. Der Psychologe verfügt über ein größeres Wissen über Depression. Außerdem könnte es unter Umständen schwierig sein, die Familie des Betroffenen einzubeziehen, so dass der Psychologe dabei unterstützen kann, die Notwendigkeit einer medizinischen Versorgung zu verdeutlichen.

Wenn keine schulpsychologische Beratung zur Verfügung steht, sollte man mit der Familie sprechen und vorschlagen, dass der betroffene Jugendliche beim Hausarzt vorstellig wird, damit dieser die Situation einschätzt und die weitere Behandlung einleitet.

Daher kann es hilfreich sein, mit den Angeboten zur Erstversorgung (auch der psychiatrischen Versorgung) in der Nähe der Schule vertraut zu sein, so dass man den Familien direkt einige Anlaufpunkte vorschlagen kann.

Es kann auch hilfreich sein die betroffenen jungen Menschen und ihre Familien bereits über die Grundlagen der Behandlung informieren zu können.

iFightDepression® ist ein Projekt finanziert und implementiert durch: