© Maximilian Weishäutel

Vorurteile gegenüber Antidepressiva

Trotz der bewiesenen Wirksamkeit von Antidepressiva kursieren viele Bedenken und falsche Annahmen unter der breiten Bevölkerung. Die Folgenden Fakten können dazu beitragen, diese abzubauen:

Warum Medikamente?
Manch Einer fragt sich, wie Medikamente ihm einer psychischen Erkrankung wie einer Depression helfen können, vor allem wenn man gerade einen stressigen Job hat, Beziehungsprobleme oder in einer anderen schwierigen Lebenssituation steckt, die als Auslöser der derzeitigen Situation betrachtet werden. Natürlich können Medikamente diese Probleme nicht lösen, aber durch eine effektive Pharmakotherapie, die auf die depressive Symptomatik abzielt, können einige dieser Probleme relativiert werden und der Patient ist wieder in der Lage aktiv nach einer Lösung zu suchen.

Es ist wichtig, dass der Patient persönlich hinter der Behandlung mit Antidepressiva oder anderen Medikamenten zur Behandlung von Depression steht. Nur wenn sich der Patient mit der Behandlung wohl und sicher fühlt, wird er die Medikamente regelmäßig und über einen längeren Zeitraum einnehmen.

Eigenschaften von Antidepressiva:

  • Antidepressiva machen nicht abhängig
  • Antidepressiva verändern nicht die Persönlichkeit
  • Antidepressiva sind keine Aufputsch- oder Beruhigungsmittel und sie machen nicht “high”
  • Antidepressiva haben eine Wirkung auf die Neurotransmitter im Gehirn
  • Antidepressiva wirken nicht sofort
  • Antidepressiva sind keine Antipsychotika

Antidepressiva wirken nicht sofort 

  • Trotz der medikamentösen Behandlung, dauert es üblicherweise eine Weile, bis der Patient beginnt sich besser zu fühlen.
  • Normalerweise bedarf es 2 bis 6 Wochen regelmäßiger Einnahme, bevor sich die ersten Verbesserungen zeigen.
  • Nebenwirkungen können bereits ab Beginn der Einnahme auftreten, sind aber in den meisten Fällen nur temporär.