Depression erkennen

Wenn die folgenden Merkmale vorliegen, ist es wahrscheinlich, dass die Person an einer Depression erkrankt ist:

  • Andauernde Traurigkeit und/oder Angst, von der Person berichtet oder im Aussehen und Verhalten beobachtbar;
  • Interessen- und Freudverlust an Dingen und Aktivitäten, die vorher Freude bereiteten, z.B. mit Freunden weggehen, ein Fußballspiel schauen oder Zeit mit der Familie verbringen;
  • Beschwerden über chronische Müdigkeit oder fehlende Vitalität;
  • Äußerung von extremen oder unangemessenen Schuldgefüglen (in einigen Religionen, einhergehend mit der Bitte um Gottes Vergebung);
  • Ausdruck von von Hoffnungs- und Hilflosigkeit und einem allgemeinen Pessimismus;
  • Appetit- und Gewichtsverlust, Schlaflosigkeit oder zu viel schlafen, Problem emit intimen Körperkontakt;
  • Gedanken und Fantasien über den Tod und/oder Selbstverletzung.

Verschiedene Lebensbereiche sind von diesen Symptomen betroffen. Die Anzahl der Synptome und ihr Schweregrad, können von Person zu Person und von einer depressiven Episode zur nächsten, variieren.

Um zu überprüfen, ob eine Person im Umfeld an einer Depression erkrankt ist, kann der Screeningtest für Depression stellvertretend für die Person ausgefüllt werden, die von Beschwerden berichtet.

Pfarrer und Seelsorger können die aktuelle Situation einer Person, die Hilfe sucht, mit einfachen Screeningfragen explorieren: z.B. ob die Person sich traurig fühlt, wie intensive dieses Gefühl ist und wie lange es schon andauert.

Aufmerksam zuzuhören – etwas, dass Geistliche routinemäßig tun – ist dabei besonders wichtig.

Eine interessierte Person die einer depressiven Person aufmerksam zuhört und sensibel ist, für verbale und nicht-verbale Hinweise, kann drei verschiedene Problembereiche ausmachen:

  • Psychologische Symptome – Denken, Fühlen und Motivation sind betroffen.
  • Physische Symptome – wie z.B. Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Rückenschmerzen. Manchmal zeigt sich eine Depression nur durch körperliche Symptome.
  • Symptome auf der Verhaltensebene- diese resultieren meist aus der Interaktion von körperlichen und psychologischen Symptomen.

Manchmal erkennt man Veränderungen als externer Beobachter besser als der Betroffene selbst: Wenn man die Vermutung hat, dass jemand depressiv sein könnte, sollte man sich in Erinnerung rufen, wie diese Person sich vor sechs Monaten üblicherweise verhalten hat. Wie hat sie sich anderen gegenüber verhalten? Das könnte dabei helfen, mögliche Veränderungen zu erkennen. Allerdings versuchen einige Betroffene hartnäckig, ihre Symptome zu verstecken, weil sie sich schämen oder das Gefühl haben, dass sie anders sind als andere Menschen in ihrem Alter.

Manchmal erkennt man Veränderungen als externer Beobachter besser, als der Betroffene selbst: Wenn man die Vermutung hat, dass jemand depressiv sein könnte, sollte man sich in Erinnerung rufen, wie diese Person sich vor sechs Monaten üblicherweise verhalten hat. Wie hat sie sich anderen gegenüber verhalten? Das könnte dabei helfen, mögliche Veränderungen zu erkennen.

Allerdings versuchen einige Betroffene hartnäckig, ihre Symptome zu verstecken, weil sie sich schämen oder das Gefühl haben, dass sie anders sind als andere Menschen in ihrem Alter.

Der nächste Abschnitt enthält Informationen über die Symptome einer Depression.