Welche Bedeutung hat Depression für das Gesundheitssystem?

Depression ist weit verbreitet. Jedes Jahr erkranken um die 20 Millionen Menschen in Europa an Depression (WHO, 2008)                                                                                                  

Laut der World Health Organisation gehört Depression zu den Erkrankungen mit den am stärksten einschränkendsten Symptomen. Grob geschätzt erkrankt eine von fünf Frauen und einer von 10 Männern mindestens einmal im Leben an einer Depression. In Europa erleben jährlich 7% der Bevölkerung eine depressive Episode. Ein Drittel aller krankheitsbedingten Kosten auf europäischer Ebene, entstehen durch Erkrankungen des Zentralnervensystems, von denen die Hälfte mit Depression in Verbindung gebracht werden kann.         

Depression kann jeden treffen: Männer und Frauen aller Altersgruppen, Bildungsniveaus und sozial-ökonomischer Schichten können an einer Depression erkranken. Wenn eine Depression vorliegt, sind alle Lebensbereiche beeinträchtigt: Familie, Elternschaft, Ehe, Dating, Freundschaften, Arbeit, Studium, Karriere und Finanzen. Häufig tritt nach einer ersten Episode eine erneute depressive Episode auf und die Erkrankung kann sich chronifizieren, wenn sie undiagnostiziert und somit unbehandelt bleibt.                                                                                             

Die Situation ist noch drastischer, wenn eine Depression in Kombination mit anderen medizinischen Erkrankungen auftritt, wie beispielsweise Krebs, Diabetes, Arthritis, einem Schlaganfall, kardiovaskulären Erkrankungen oder psychiatrischen Störungen wie Angst oder Substanzmissbrauch.                                                                                                                                  

Eine große Zahl depressiver Menschen sterben durch Suizid und ein noch größerer Anteil weist ein selbstverletzendes Verhalten ohne tödliche Folgen auf. Allein in den europäischen Staaten sterben jährlich 60.000 Menschen durch Suizid und mehr als die Hälfte von ihnen war depressiv.