Zwangseinweisung

Die Möglichkeit der Zwangseinweisung tut sich auf, wenn beispielsweise ein Lehrer das Gefühl hat, dass jemand in unmittelbarer Gefahr schwebt sich selbst oder andere zu verletzen und diese Person derartig verzeweifelt ist, dass Gedanken, Vorschläge und Hilfe von außen, nicht mehr zu ihm durchdringen.

Wenn ein Jugendlicher auf Grund von Depression ein derart verzerrtes Bild von seiner Situation hat, dass ihm der Suizid als einzige Rettung aus seiner unerträglichen Situation erscheint,  kann ein Lehrer diese Sichtweise nicht einfach akzeptieren und den betroffenen Jugendlichen sich selbst überlassen. Denn dieser junge Mensch wird durch die Depression und nicht durch seinen freien Willen angetrieben. 

Der Lehrer muss Hilfe anbieten, entweder in dem er die Familie kontaktiert, oder dem Jugendlichen medizinische Hilfe zukommen lässt, das bedeutet entweder die 112 anzurufen um eine medizinische Notfallversorgung sicherzustellen oder die Polizei zu kontaktieren. Diese werden entscheiden, ob eine Einweisung in eine psychiatrische Klinik entgegen des Willens des Jugendlichen oder dessen Familie, notwendig ist.